Hirschfeld nutzt seine Chancen nicht

Nach über dreimonatiger Pause ging für die Männer der SpG letztes Wochenende endlich die Rückrunde los. Bei optimalem Frühlingswetter musste die Partie gegen den FC Crimmitschau II allerdings auf dem Kunstrasenplatz in Hartmannsdorf stattfinden, da der eigene Platz aufgrund der Witterungsbedingungen noch nicht bespielbar war. Es entwickelte sich ein Spiel, das von den Hausherren überwiegend dominiert wurde. Allerdings belohnten sie sich nicht für ihren Aufwand und müssen nach dem 2:2 Endstand mit einem Punkt leben.

Das Spiel begann gut. Hirschfeld ging sofort zum Angriff über und setzte den Gast unter Druck. Bereits in der fünften Minute zahlte sich das aus: Einen harten Schuss von Heymann lässt der Gästekeeper nach vorn abprallen. Den Nachschuss von Hoffmann kann er noch parieren, den anschließenden Abschluss von Dobkowitz nicht, sodass es schnell 1:0 stand. Die Freude über die Führung hielt allerdings nicht lange. Eine Ecke des Gegners in den Fünfmeterraum konnte nicht geklärt werden und ein Crimmitschauer Spieler drückte den Ball am langen Pfosten über die Linie (11.). Dieser Treffer war komplett unnötig und hatte sich auch nicht angedeutet.
In der Folgezeit versuchten die Hirschfelder sich spielerisch dem Tor zu nähern und erarbeiteten sich einige Chancen. Allerdings fehlte immer der letzte Pass oder der konzentrierte Abschluss. Der Gegner fand kaum in der Hirschfelder Hälfte statt. Die Bälle wurden meist weit geschlagen, stellten aber für die Hirschfelder Hintermannschaft kein großes Problem dar. Gegen Ende der ersten Halbzeit fasste sich Groß ein Herz und ließ mit seinem Dribbling einige Gegenspieler stehen, kam sogar bis in den Strafraum, aber auch er konnte nicht erfolgreich abschließen. Also ging es mit diesem 1:1 in die Kabinen. Jeder war sich klar, dass man in der zweiten Hälfte die leichtsinnigen Fehler abstellen und konsequenter im Abschluss sein musste.

In den ersten Minuten des zweiten Durchgangs wurde man sofort kalt erwischt. Ein Freistoß aus halblinker Position wurde von den Gästen direkt zum 1:2 verwandelt (47.). Das stellte den Verlauf der Partie etwas auf den Kopf, da Crimmitschau bis dahin offensiv sehr harmlos war. Doch die Hausherren ließen sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Sie spielten weiter offensiv und kamen auch wieder zu hochkarätigen Chancen, um den Ausgleich zu erzielen. Nach einer Balleroberung von Hendel schickte dieser Hoffmann auf links. Er konnte mit dem Ball bis in den Strafraum laufen, übersah jedoch die mitgelaufenen freien Spieler und verzog übers Tor. Etwas später zeigte der gut pfeifende Schiedsrichter auf den Punkt nachdem Schällig im Strafraum gefoult worden war. Heymann trat zum fälligen Elfmeter an, seinen Schuss parierte der Torwart allerdings.
Schällig und Heymann initiierten jetzt einige Angriffe und suchten auch selbst den Abschluss. Auch Bretschneider schaltete sich in die Offensive ein und unterstützte Fetzner auf der Außenbahn. Crimmitschau hatte keine nennenswerten Chancen mehr. Selbst Freistöße nah am Sechszehner konnten geklärt werden.
Nach einer Stunde fiel dann der längst fällige Ausgleich. Voigt behauptete im Strafraum den Ball und versenkte ihn mit letztem Einsatz unter die Latte (60.). Jetzt wollten die Hirschfelder natürlich direkt nachlegen und wieder in Führung gehen. Das Spiel fand jetzt fast ausschließlich in der Hälfte des Gegners statt und man rannte unermüdlich an. Der Ball wollte aber einfach nicht ins Tor und Hirschfeld rannte die Zeit davon. Auch ein nicht gegebener Handelfmeter passte ins Bild. Sinnbildlich für dieses Spiel war dann die letzte Offensivaktion der Gastgeber: Heymanns platzierter Schuss wurde gerade noch so vom Torhüter gehalten, den Nachschuss aus spitzem Winkel setzte Dobkowitz an den Pfosten. Der Schiri pfiff kurz darauf ab und die Hirschfelder konnten nicht glauben, dass sie dieses Spiel nicht gewonnen haben.

Fazit: Das erste Spiel nach langer Pause hatte trotz des enttäuschenden Ergebnisses auch Positives. So lieferte die Mannschaft ein sehenswertes Spiel ab, bei dem sie spielerisch zum Erfolg kommen wollte und sich auch viele gute Chancen erspielte. Auch dass man zwei gleich gute Halbzeiten zeigte, ist in dieser Saison nicht selbstverständlich. Das darf natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Chancen besser genutzt und einfache Fehler vermieden werden müssen. Gerade in engeren Spielen kann das noch sehr wichtig werden …

Aufstellung: Pfleger – Groß, Hendel, Bretschneider – Fetzner, Schällig, Protze, Heymann, Hoffmann – Dobkowitz, Voigt (70. Heine)
Tore: 1:0 Dobkowitz (5.), 1:1 (11.), 1:2 (47.), 2:2 Voigt (60.)
Karten: keine
Zuschauer: 10

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