Herren beenden Negativlauf

Nachdem am letzten Wochenende das Punktspiel aufgrund des Wetters abgesagt werden musste, trat die SpG am 9. Spieltag auswärts bei der Kreisoberliga-Reserve des SV Mülsen St. Niclas an. Da die letzten beiden Spiele verloren wurden, wollte man unbedingt die drei Punkte mit nach Hause nehmen und somit verhindern, in der Tabelle noch weiter abzurutschen. Obwohl man sich auf ungewohntem Untergrund teilweise schwertat, ging man dennoch mit 3:1 als Sieger vom Platz.

Hirschfeld begann druckvoll und zielstrebig. Gleich der erste Angriff brachte Gefahr im gegnerischen Strafraum, jedoch noch kein Tor. Wenig später wurde Pötzsch im Strafraum gefoult und der Schiedsrichter zeigte zurecht auf den Punkt. Der Gefoulte trat selber an und verwandelte souverän zur frühen Führung (1.). Jetzt wollten die Gäste mit der Führung im Rücken nachlegen und Mülsen gar nicht erst ins Spiel kommen lassen. Allerdings tat man sich schwer, auf dem Kunstrasen Bälle richtig einzuschätzen und sicher zu kombinieren. Die Hausherren kamen nur durch einzelne Vorstöße in die Nähe des Gästetores, konnten aber jeweils von der Hirschfelder Abwehr gestoppt werden.
Die Georgi-Schützlinge hatten durchaus noch weitere gute Gelegenheiten die Führung auszubauen: Hoffmann traf mit seinem Schuss von außerhalb des Strafraumes nur die Latte, einen Schuss von Heymann klärte ein Abwehrspieler für seinen bereits geschlagenen Schlussmann gerade noch auf der Linie. Es dauerte aber bis in die 36. Minute bis sich die Gäste für ihren Aufwand belohnten. Eine Ecke von Pötzsch köpfte Ansorge quer auf Hoffmann, der den Ball für Dobkowitz ablegte. Dieser zog gedankenschnell ab und schlenzte die Kugel mit links an den rechten Innenpfosten, von wo er zum 2:0 ins Tor ging.
Eine Reaktion der Hausherren blieb jedoch aus. Alles, was in die Nähe des eigenen Tores kam, wurde von der Hirschfelder Defensive um den Kapitän Hendel und den umsichtigen Protze geklärt. Hirschfeld gelang es aber zu selten, bei eigenem Ballgewinn schnell umzuschalten und gefährliche Konter einzuleiten. Mit Ausnahme einer Ballstafette kurz vor der Pause, an deren Ende Pötzsch allein vor dem leeren Tor unter Bedrängnis den Ball nicht im Gehäuse unterbringen konnte. Aufgrund einer längeren Verletzungsunterbrechung zu Beginn des Spiels pfiff der Schiedsrichter nach ein paar Minuten Zugabe die erste Halbzeit ab.

Im zweiten Durchgang wurden die Gastgeber stärker und Hirschfeld ließ sich zu oft in die eigene Hälfte drängen. Unerklärlicherweise hatte Hirschfeld jetzt keinen richtigen Zugriff mehr auf das Spiel und kam auch nicht mehr richtig in die Zweikämpfe. Den sich ergebenden Platz nutzten die Mülsener einige Male zu Abschlüssen, die aber noch nicht gefährlich waren bzw. vom Keeper Pfleger entschärft wurden. In der 55. Minute allerdings musste man dann einen Gegentreffer hinnehmen. Wieder war man zu inkonsequent im Zweikampf und brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, sodass der Gegner aus dem Gewühl den Anschlusstreffer markierte.
Das Spiel drohte jetzt zu kippen, da man selbst nicht mehr so oft für Entlastung sorgen konnte, sondern überwiegend in der Defensive gefordert war. Eine der wenigen Chancen hatte Heymann, dessen sehenswerter Schuss aber wieder von einem Abwehrspieler kurz vor der Linie geklärt wurde. Hirschfeld musste jetzt kämpfen, um nicht doch noch den Ausgleich zu kassieren. Dieser wäre dann auch fast gefallen, als ein Mülsener frei vor dem Tor auftauchte, den Ball aber – auch durch das Stören von Dobkowitz – nicht richtig traf und der Schuss somit eine leichte Beute für Pfleger war. Bei ihm durften sich die Hirschfelder dann auch wenig später bedanken, als er eine Direktabnahme aus kurzer Distanz durch einen starken Reflex zur Ecke klärte und so seine Farben im Spiel hielt.
Die Gäste wurden zum Ende des Spiels offensiv auch wieder aktiver und konnten so die eigene Abwehr etwas entlasten. In der Nachspielzeit gelang Hirschfeld noch einmal ein guter Angriff. Nötzold machte einen Ball auf der linken Seite fest. Dieser gelang dann über Hoffmann zu Heymann, der mit einem platzierten Schuss in die linke Ecke dem Torhüter keine Chance ließ und so alle Zweifel am Sieg endgültig beseitigte (90.+2).

Fazit: Auch wenn es spielerisch sicherlich noch Luft nach oben gibt, war das 3:1 ein stark erkämpfter Sieg und eine super Mannschaftsleistung. Am Ende zählen die drei Punkte. Gerade nach den Niederlagen in den vergangen beiden Spielen. Wichtig war, dass wir in der schwächeren Phase nach dem 2:1 Anschlusstreffer dagegengehalten haben und nicht eingebrochen sind. Darauf kann man in den nächsten Spielen aufbauen.

Aufstellung: Pfleger – Groß, Hendel, Bretschneider (15. Wandelt) – Ansorge, Protze, Dobkowitz, Heymann, Hoffmann – Nötzold (78. Seltmann), Pötzsch
Tore: 0:1 Pötzsch (1., FE), 0:2 Dobkowitz (36.), 1:2 (55.), 1:3 Heymann (90. +2)
Gelbe Karten: 4
Zuschauer: 15

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