Hirschfeld gibt die rote Laterne ab

Nachdem letztes Wochenende aufgrund von Ostern kein Spiel stattfand, war am 17. Spieltag die zweite Vertretung des FC 02 Zwickau zu Gast in Hirschfeld. Da die Gäste zwar gegen den Tabellenführer gewannen, gegen den Vorletzten aber verloren, konnte man nicht genau abschätzen, wie stark sie sind.
Am Ende steht ein verdienter 3:1 Sieg, mit dem Hirschfeld jetzt nicht nur seit nunmehr sechs Spielen in Serie ungeschlagen ist, sondern auch als einziges Team in der Rückrunde noch keine Niederlage hinnehmen musste und in der Rückrunden-Tabelle auf dem zweiten Platz steht. Außerdem gibt Hirschfeld mit diesem Sieg zum ersten Mal seit dem siebenten Spieltag die rote Laterne ab!

Der erste Durchgang begann mit einer großen Chance für den Gast, der einen Kopfball nur knapp neben das Tor setzte. Insgesamt waren beide Teams gleichwertig. Zwickau versuchte ruhig aufzubauen und spielte oft in der eigenen Abwehr Querpässe. Da Hirschfeld aber gut gestaffelt stand, fand der Gegner keine Anspielstationen und spielte oftmals lange Bälle. Hirschfeld hingegen versuchte bei gewonnenen Bällen sofort den Konter einzuleiten. Das gelang in einigen Situationen auch, jedoch wurden sie nicht konsequent zu Ende gespielt. Durch gemeinsames Pressing konnte Hirschfeld die gegnerische Abwehr einige Male zu Fehlern zwingen. Aber auch hier misslang oft der letzte Pass oder der Abschluss war nicht gefährlich. Trotzdem konnte Hirschfeld mit der eigenen Leistung durchaus zufrieden sein.
Pfleger hatte im Tor zunächst einen ruhigen Nachmittag, leitete dann sogar den Führungstreffer durch einen weiten Abschlag ein. Dieser gelang bis zu Dobkowitz, der vom linken Strafraumeck mit einem platzierten Schuss ins lange Eck dem Torhüter keine Chance ließ (32.). Bis auf eine Kopfallchance von D. Hendel, die knapp am Tor vorbeiging, passierte nicht mehr viel und so konnte Hirschfeld mit der knappen Führung in die Pause gehen.

Die zweite Hälfte begann wie die erste – mit einer Chance für Zwickau. Ein Gästespieler konnte ungehindert mit dem Ball bis in den Strafraum laufen und zum Ausgleich einschieben (48.). Hier war Hirschfeld wohl gedanklich noch in der Pause. Aber in der Rückrunde hat sich Hirschfeld zu einem gefestigten Team entwickelt, was sich auch nicht durch einen Gegentreffer beunruhigen lässt, sondern weiter an seinem Spiel festhält.
Jetzt kam der Gastgeber auch zu mehr und zu besseren Chancen: J. Heymann schoss einen Ball von der Strafraumgrenze neben das Tor und D. Hendel setzte sich auf rechts stark durch, fand in der Mitte aber keinen Abnehmer. Auch Hoffmann, von J. Heymann aussichtsreich eingesetzt, hatte die Führung auf dem Fuß, konnte diese Gelegenheit aber ebenfalls nicht nutzen.
So musste eine Standardsituation die erneute Führung bringen. Dobkowitz, der kurz zuvor noch einen Freistoß neben das Tor gesetzt hatte, ließ jetzt dem Torhüter von halbrechter Position keine Chance und traf genau in den Winkel (65.). Dieses Tor gab Hirschfeld neuen Schwung und der Glaube, dass man heute hier als Sieger vom Platz geht, stieg wieder. Ungefähr zehn Minuten später machte Nötzold dann den Deckel auf dieses Spiel: Seine Flanke von rechts wurde immer länger und senkte sich hinter dem Torwart ins Tor (77.). Ob dies so geplant war, ist nicht bekannt. Hirschfeld hatte sogar noch die Chance durch einen Handelfmeter endgültig für Ruhe zu sorgen, doch der gegnerische Torhüter hielt den Schuss von D. Hendel. Kurze Zeit später pfiff die Schiedsrichterin ab.

Fazit: Der Sieg heute ist völlig verdient, da jeder seine Aufgaben erfüllte. Hirschfeld agierte als Team und wollte den Sieg unbedingt. Wenn wir diese Spielfreude, aber auch die Bereitschaft zu Kämpfen, beibehalten, sollte das noch eine sehr erfolgreiche Rückrunde und schließlich auch Saison werden. Deswegen sollten wir im nächsten Spiel direkt nachlegen, wenn wir gegen den Tabellenletzten aus Ortmannsdorf spielen (30.04.17, 15 Uhr).

Aufstellung: Pfleger – Gündel, Flechsig, Groß – Dobkowitz, Thettmeyer, D. Hendel, J. Heymann, Hoffmann – Nötzold, Marko (67. J. Seltmann)
Tore: 1:0 Dobkowitz (32.), 1:1 (48.), 2:1 Dobkowitz (65.), 3:1 Nötzold (77.)
Gelbe Karten: keine
Zuschauer: 25

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